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Bigger is better…

14. Juni 2010 von Andreas · 1 Kommentar

…oder wie man sich einen elektrischen Geraetepark in den USA vorstellen darf.

Gestern abend, nach einem tollen Fussballnachmittag in der deutschen Botschaft, waren wir an dem Punkt Teile unserer Bekleidung waschen zu wollen. Da wir uns mit dem Geraetepark noch nicht auskennen, gab es eine Einweisung unserer Gastgeberin:

Es gibt drei Temperaturen in denen man waschen kann, kalt, warm und heiss. Kalt ist klar, heiss bedeutet, so heiss wie es die Wasserleitung hergibt und warm nimmt man wenn man nicht sicher ist, ob heiss die Kleider nicht schrumpfen laesst…

Faktor Zeit:
Wir entschlossen uns fuer das laengste Programm, welches man bei der einheimischen Waschmaschine waehlen kann, 18 Minuten, und die Maschine war tatsaechlich nach den 18 Minuten fertig.

Wenn man jetzt bedenkt, dass Bekleidung in Europa laenger die Form und Farbe behaelt, weniger schnell kaputt geht als in den USA, wenn man dann noch bedenkt, dass US-Waschmaschinen, die Bekleidung eher schreddern als waschen, muss man dann davon ausgehen, dass die Menschen hier vier mal so haeufig Klamotten einkaufen muessen als bei uns? Nennt man das Konsum in “Perfektion’? Kaum gekauft schon neu zu kaufen…

Waehrend der 18 Minuten Wartezeit hatte unsere Gastgeberin noch eine weitere Anekdoten fuer uns parat:

Es gab mal europaeische Staubsaugerhersteller, die auf den amerikanischen Markt wollte. Diese hatten tolle, leise, leistungsstarke Modelle, welche sich aber schlecht verkauften. Zuerst wusste keiner so Recht warum, bis sie heraus fanden, dass Amerikaner nur laute Staubsauger kaufen, weil sie nur ihnen zutrauten auch gut zu arbeiten.

Je lauter desto so sauberer…

Mein Mitreisender wusste auch noch eine interessante Geschichte ueber die New Yorker U-Bahn zu erzaehlen: dort wird im Sommer die Ubahn klimatisiert. Die warme Luft wird ueber das Dach in den U-Bahnschacht und die Bahnhoefe gedrueckt. Laeuft eine Bahn in den Bahnhof ein, so stehen die Tueren fuer die komplette Dauer offen, die Kaelte entweicht durch die Turen, die Hitze gleichzeitig uebers Dach und der Kreislauf des “Lebens” ist geschlossen.

So schnell waren 18 Minuten noch nicht vorbei

Ein Land voller Ueberraschungen.

Viele Gruesse

Andreas

Tags: Allgemein · Reiseeindruecke

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Dajana // Jun 16, 2010 at 01:46

    Laut welcher Statistik hält europäische Kleidung denn länger als amerikanische?
    Bist du sicher, dass du deine Wäsche in den richtigen Teil des “Geräteparks” getan hast?
    Meine “europäische” Kleidung hat trotz wochenlanger Reinigung durch amerikanische Waschmaschinen nicht gelitten. Aber vielleicht waschen die Leute an der Westküste auch anders?

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